Künstliche Intelligenz auf Ihrer eigenen Hardware
Ein KI-Server, der in Ihrem Haus steht statt bei einem Anbieter im Internet. Ihre Daten bleiben im eigenen Netz – und Sie bekommen Aufbau, Schulung und Wartung aus einer Hand.
Wo Ihre Daten verarbeitet werden
Beide Wege sehen für die Mitarbeitenden gleich aus: Browser öffnen, Frage eintippen. Der Unterschied liegt darin, wohin die Eingabe geht – und genau daran hängt die rechtliche Bewertung.
KI aus der Cloud
Auftragsverarbeitung, Schweigepflicht und Geheimhaltung müssen einzeln geklärt werden – bei frei zugänglichen Diensten oft ohne Ergebnis.
KI im eigenen Haus
Kein Dritter beteiligt – also nichts, was übermittelt oder offenbart wird. Auf Wunsch vollständig ohne Internetverbindung.
Warum viele Unternehmen KI nicht nutzen dürfen – obwohl sie wollen
Der Nutzen ist unbestritten: KI schreibt Entwürfe, fasst zusammen, beantwortet Fragen zu eigenen Unterlagen. Der Haken liegt woanders. Wer betriebliche Unterlagen in einen öffentlichen KI-Dienst eingibt, übermittelt sie an einen Dritten. Damit stellen sich sofort Fragen, die viele Projekte schon in der ersten Besprechung beenden.
- Datenschutz. Personenbezogene Daten wandern an einen externen Verarbeiter – mit allem, was die DSGVO daran knüpft.
- Geheimhaltung. Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse sowie Verschwiegenheitspflichten vertragen sich schlecht mit einem Dienst, dessen Verarbeitung Sie nicht kontrollieren.
- Abhängigkeit. Preise, Nutzungsbedingungen und Modellversionen ändert der Anbieter, nicht Sie.
- Unsicherheit. Ob und wie Eingaben zur Verbesserung fremder Modelle genutzt werden, ist für Außenstehende kaum nachprüfbar.
Die Lösung ist unspektakulär und wirksam zugleich: Man betreibt die KI selbst. Dann gibt es keinen Dritten, an den etwas übermittelt werden könnte.
Was ein lokaler KI-Server eigentlich ist
Es gibt Sprachmodelle, deren Gewichte frei verfügbar sind – sogenannte Open-Weight-Modelle. Sie werden einmal heruntergeladen und laufen danach vollständig offline auf eigener Hardware. Bekannte Vertreter sind Llama, Mistral, Qwen und Gemma; aus Europa kommen unter anderem Aleph Alpha und Teuken, wenn Datensouveränität besonders wichtig ist.
Für Ihre Mitarbeitenden ändert sich dabei kaum etwas: Sie öffnen den Browser und tippen ihre Frage ein, so wie sie es von bekannten Chat-Diensten kennen. Der Unterschied ist unsichtbar und trotzdem entscheidend – die Eingabe geht an einen Rechner im eigenen Haus, nicht ins Internet.
Wichtig zur Einordnung: „Läuft lokal“ heißt, dass die Verarbeitung Ihrer Inhalte offline geschieht. Manche Programme prüfen beim Start dennoch auf Updates. Wir schalten das bewusst ab, wenn eine vollständig abgeschottete Umgebung gewünscht ist, und dokumentieren die Netzwerktrennung nachvollziehbar für Ihre Unterlagen.
Drei Bereiche, in denen wir zu Hause sind
Lokale KI lohnt sich überall dort, wo Daten sensibel sind. In diesen drei Bereichen kennen wir die Anforderungen besonders gut.
Pflege & Altenhilfe
Dokumentation und Schriftverkehr entlasten, ohne dass Angaben über Bewohnerinnen und Bewohner das Haus verlassen.
Maschinenbau & Produktion
Konstruktions-, Kalkulations- und Fertigungsdaten bleiben im Werk, auch wenn KI im Alltag mitarbeitet.
Kanzleien & Steuerberater
Mandantendaten bleiben in der Kanzlei – kein öffentlicher KI-Dienst wird zum Mitwisser.
Wann sich ein eigener KI-Server rechnet – und wann nicht
Wir sagen das offen, weil es Ihnen und uns Zeit spart: Für eine einzelne Person, die gelegentlich KI nutzt, ist ein Cloud-Abo in aller Regel günstiger. Ein eigener Server lohnt sich, wenn eines von zwei Dingen zutrifft.
- Sie haben Volumen. Arbeiten viele Personen täglich damit, kehrt sich das Verhältnis um. Branchenübliche Rechenbeispiele zeigen für ein zehnköpfiges Team einen Ausgleich der Anschaffung nach etwa achtzehn bis vierundzwanzig Monaten; bei sehr hoher Nutzung deutlich früher.
- Sie haben eine Anforderung. Wenn Datenschutz, Verschwiegenheit oder Geheimhaltung die Cloud ohnehin ausschließen, ist die Frage nicht „günstiger als die Cloud“, sondern „überhaupt nutzbar“.
In der Praxis ist der zweite Punkt der häufigere. Deshalb rechnen wir im Erstgespräch beides durch und sagen Ihnen ehrlich, wenn sich die Investition für Sie noch nicht lohnt.
In drei Schritten einsatzbereit
Gespräch und Analyse
Wir klären, wo bei Ihnen Zeit verloren geht, wie viele Personen das System nutzen sollen und wie Ihr Netzwerk aufgebaut ist. Daraus ergibt sich die passende Größe – kostenfrei und unverbindlich.
Aufbau und Schulung
Wir liefern das System, stellen es bei Ihnen auf, binden es ins Netzwerk ein und schulen Ihr Team. Der Aufbau vor Ort dauert in der Regel einen Tag.
Betrieb und Wartung
Updates, Sicherung und Support übernehmen wir. Sie haben einen Ansprechpartner – und keine zusätzliche Aufgabe für Ihre IT.
Was im Paket enthalten ist
- Hardware, passend zur Zahl gleichzeitiger Nutzer ausgelegt
- Einrichtung des Sprachmodells und der Benutzeroberfläche
- Aufbau vor Ort und Einbindung in Ihr Netzwerk
- Schulung Ihrer Mitarbeitenden, in verständlicher Sprache
- Dokumentation der Netzwerktrennung für Ihre Unterlagen
- Wartung, Updates und Support im laufenden Betrieb
Kauf oder Miete
Nicht jedes Unternehmen will oder kann eine größere Summe auf einmal investieren. Deshalb bieten wir die Systeme wahlweise zum Kauf oder zur monatlichen Miete an – mit fester Rate, in der Wartung und Support bereits enthalten sind.
Welche Größe Sie brauchen, hängt vor allem davon ab, wie viele Personen gleichzeitig damit arbeiten. Im Erstgespräch rechnen wir das mit Ihnen durch und nennen eine konkrete Zahl.
Häufige Fragen
Was bedeutet lokale KI oder On-Premise-KI?
Das Sprachmodell läuft auf Hardware in Ihrem Unternehmen statt bei einem Anbieter im Internet. Eingaben verlassen Ihr Netzwerk nicht und werden an keinen externen Dienst übertragen.
Welche KI-Modelle lassen sich lokal betreiben?
Alle sogenannten Open-Weight-Modelle, deren Gewichte frei verfügbar sind. Dazu zählen unter anderem Llama, Mistral, Qwen und Gemma sowie europäische Modelle wie Aleph Alpha und Teuken. Welches Modell passt, hängt von Sprache, Aufgabe und Hardware ab.
Läuft das wirklich ohne Verbindung nach außen?
Ja. Die Verarbeitung Ihrer Inhalte findet vollständig offline statt. Eine Internetverbindung wird nur für Wartung und Updates gebraucht und kann auf Wunsch komplett getrennt werden.
Welche Hardware wird benötigt?
Das hängt vor allem von der Modellgröße und der Zahl gleichzeitiger Nutzer ab. Für kleine Teams genügen kompakte Systeme, für viele parallele Nutzer kommen Server mit leistungsfähigen Grafikkarten zum Einsatz. Wir legen das im Erstgespräch gemeinsam fest.
Was kostet ein lokaler KI-Server?
Die Spanne ist groß, weil sie von der benötigten Leistung abhängt. Damit keine große Einmalinvestition nötig ist, bieten wir Kauf und Miete an. Eine belastbare Zahl nennen wir Ihnen nach einem kurzen Gespräch über Ihren Bedarf.
Brauchen wir dafür eigenes IT-Personal?
Nein. Wir liefern das System fertig eingerichtet, stellen es vor Ort auf, schulen Ihr Team und übernehmen Wartung und Updates.
Ist lokale KI automatisch DSGVO-konform?
Der lokale Betrieb beseitigt die Übermittlung an einen Dritten und damit einen der schwierigsten Punkte. Die übrigen Pflichten – etwa Verarbeitungsverzeichnis, Zweckbindung und Löschkonzept – bleiben bestehen. Wir liefern die technische Dokumentation dazu; die datenschutzrechtliche Bewertung trifft Ihr Datenschutzbeauftragter.
Sprechen wir über Ihren Bedarf
Ein Erstgespräch kostet Sie nichts und dauert etwa eine halbe Stunde. Danach wissen Sie, ob sich ein eigener KI-Server für Sie lohnt – und was er kosten würde.
