Eine Verkaufsfläche ist Fläche mit Publikum. Sie muss nicht nur sauber sein, sie muss sauber aussehen – und zwar zu dem Zeitpunkt, an dem der erste Kunde durch die Tür kommt. Genau darin unterscheidet sich ein Reinigungsroboter im Einzelhandel von einem in der Lagerhalle.
Flächenreinigung mit dem PUDU BG1 – der Gerätetyp, der auf großen Verkaufsflächen am häufigsten zum Einsatz kommt.
Vier Dinge, die im Handel anders sind als in der Halle
In einer Produktionshalle ist der Boden am Ende der Schicht leer und bleibt es. Im Einzelhandel gilt das für kein einziges dieser vier Punkte:
Der Grundriss ändert sich ständig. Aktionsware, Paletten, Saisonaufbauten. Eine Karte, die im Januar stimmt, stimmt im April nicht mehr. Der Roboter muss neu eingelernt werden können, ohne dass ein Techniker anreist.
Der Boden ist ein Flickenteppich. Fliese, Vinyl, Sichtbeton, dazwischen Teppichinseln und Fußmatten. Nass gereinigt wird nur der Hartboden – alles andere braucht weiterhin eine andere Maschine oder Handarbeit.
Es gibt fast kein Zeitfenster ohne Menschen. Vor Ladenöffnung sind Warenverräumer da, nach Ladenschluss die Inventur. Der Roboter muss zwischen Personen fahren dürfen, nicht nur in der leeren Halle.
Sauberkeit ist hier Verkaufsargument. Ein Streifen auf dem Boden vor der Kasse fällt jedem Kunden auf. In der Lagerhalle sieht ihn niemand.
Nach Flächentyp: wo es funktioniert und woran es hängt
Einzelhandel ist kein einheitlicher Fall. Ein Möbelhaus mit 12.000 m² auf drei Etagen stellt völlig andere Anforderungen als ein Supermarkt mit 1.400 m² und durchgehender Öffnungszeit. Die vier häufigsten Fälle im Detail:
Große Fläche, viele Kojen, mehrere Etagen
Das Möbelhaus ist auf dem Papier der ideale Fall: riesige zusammenhängende Hartbodenflächen, lange Hauptwege, hohe Decken. In der Praxis entscheidet sich alles an drei Stellen.
Die Ausstellungsflächen sind Sackgassen. Wohnkojen, Küchenstudios, Schlafzimmerwelten – das sind kleine, verstellte Kammern mit Teppich, Deko und Möbelfüßen. Der Roboter fährt den Hauptrundweg und die breiten Verbindungsachsen. Die Kojen selbst bleiben beim Team, und das sollte man vorher wissen und nicht hinterher merken.
Mehrere Etagen brauchen eine Lösung für den Aufzug. Entweder ein Gerät pro Ebene, oder ein Roboter mit Aufzugsanbindung, der selbstständig die Etage wechselt. Beides ist möglich, kostet aber unterschiedlich viel – das gehört in die erste Kalkulation, nicht in die zweite.
Gastronomie und Markthalle sind ein eigener Fall. Restaurant, Bistro, Bäckerei: dort liegt Fettfilm auf dem Boden und die Frequenz ist höher als im Rest des Hauses. Dieser Bereich braucht meist einen eigenen Reinigungsdurchgang, oft auch ein anderes Reinigungsmittel.
Etagenwechsel per Aufzugsanbindung – im Möbelhaus der Unterschied zwischen einem Gerät und dreien.
Breite, gerade Gänge sind der Idealfall – im Baumarkt fast überall gegeben.
Breite Gänge, aber Staub und Schüttgut
Baumärkte haben die beste Gangbreite im gesamten Einzelhandel und meist durchgehend Hartboden. Der Haken liegt im Eintrag: Erde und Sand aus dem Gartencenter, Holzstaub aus dem Zuschnitt, Zementstaub aus der Baustoffabteilung.
Das bedeutet in der Praxis: erst kehren, dann nass reinigen. Ein Scheuersaugroboter, der über eine Handvoll Sand fährt, verteilt ihn. Wer das Gartencenter mit auf der Liste hat, sollte auch über ein Kehrgerät für die Außenflächen nachdenken.
Ausführlich zum Baumarkt, inklusive ROI-Beispiel für 8.000 m² →
Kleinere Fläche, kaum Zeitfenster
Der Lebensmittelhandel ist der engste Fall. Öffnungszeiten bis 22 Uhr, ab 5 Uhr wird verräumt, dazwischen liegen wenige Stunden. Gleichzeitig sind die Gänge schmaler und stehen häufiger voll mit Rollcontainern.
Was hier wirklich zählt, ist nicht die maximale Flächenleistung, sondern die Wasserlogistik: Wo füllt das Gerät nach, wo entleert es, und macht es das selbst? Bei durchgehendem Betrieb ist eine Station mit automatischer Befüllung oft der Punkt, an dem die Rechnung kippt.
Automatisches Nachfüllen: entscheidet darüber, ob jemand nachts danebenstehen muss.
Der Stellplatz will geplant sein – im Showroom sieht man das Gerät den ganzen Tag.
Kleine Fläche, hoher Anspruch ans Ergebnis
Im Showroom geht es weniger um Quadratmeter pro Stunde als um Streifenfreiheit auf Hochglanzboden und darum, dass rund um die ausgestellten Fahrzeuge nichts angefahren wird. Die Fläche ist klein, der optische Anspruch der höchste im ganzen Handel.
Passt das zu Ihrer Fläche? Die ehrliche Einordnung
Wir verkaufen lieber ein Gerät weniger als eines, das nachher in der Ecke steht. Diese drei Bilder helfen bei der Einschätzung, bevor überhaupt jemand vorbeikommt.
Klarer Fall
Zusammenhängender Hartboden, Hauptwege durchgehend breiter als 85 cm, wiederkehrende Route, eine Person, die morgens den Startknopf drückt und den Behälter leert. Je größer die Fläche, desto deutlicher die Rechnung.
Machbar, aber planen
Viele Teppichinseln, häufig wechselnde Aktionsflächen, mehrere Etagen, ein hoher Anteil enger Kojen. Funktioniert – aber nur, wenn vorher definiert ist, welche Fläche der Roboter übernimmt und welche beim Team bleibt.
Eher nicht
Überwiegend Teppichboden, Stufen oder Rampen ohne Auffahrt zwischen den Bereichen, dauerhaft verstellte Gänge oder eine Fläche, die eine Kraft in einer halben Stunde von Hand erledigt. Dann ist der Roboter das falsche Werkzeug.
Fliese, Vinyl, Sichtbeton: bei den harten Belägen ist der Wechsel unkritisch. Der Übergang auf Teppich ist die Grenze.
Welches Gerät für welche Verkaufsfläche
Wir sind autorisierter PUDU-Fachhändler und wählen nach Fläche aus, nicht nach Katalogseite. Die grobe Zuordnung:
| Situation | Typischer Ansatz | Was dafür spricht |
|---|---|---|
| Große Verkaufsfläche, lange gerade Wege Möbelhaus, Baumarkt, Fachmarktzentrum | PUDU BG1 | bis zu 2.000 m² pro Stunde, 75 l Frischwasser, bis 7,5 Stunden Laufzeit, Durchfahrt ab 85 cm |
| Kompakte oder verwinkelte Fläche Supermarkt, Showroom, Fachgeschäft | PUDU CC1 / CC1 Pro | kleineres Gerät, kommt näher an Regale und Möblierung heran, Daten auf der jeweiligen Produktseite |
| Parkplatz, Vorfahrt, Laderampe alles außerhalb der Tür | PUDU MT1 Max | 70 cm Kehrbreite mit Seitenbesen, 35 l Schmutzbehälter, IP54 mit Regensensor |
Alle Angaben stammen aus den offiziellen PUDU-Datenblättern. Welche Maschine im konkreten Fall passt, klärt sich zuverlässig erst nach einem Blick auf den Grundriss. Gesamtübersicht der PUDU-Modelle
Von der Anfrage bis zum ersten Nachtlauf
Vier Schritte, keine Überraschungen dazwischen.
Sie schicken uns den Plan der Fläche. Wir markieren, was maschinell läuft und was nicht.
Das Gerät fährt auf Ihrem Boden, nicht in einer Messehalle. Danach wissen Sie, woran Sie sind.
Routen anlegen, Sperrflächen setzen, Team einweisen. Das Anpassen der Karte lernen Ihre Leute mit.
Nach einigen Wochen schauen wir gemeinsam auf die tatsächlich gereinigte Fläche und korrigieren die Routen.
Was der Roboter im Handel nicht übernimmt
Kassenzone unter den Bändern, Regalböden, Sanitärbereiche, Treppen, Flächen unter der Ausstellungsware, Fußmatten im Eingang, Glas. Das bleibt beim Reinigungsteam – und das ist auch der Punkt: Die Maschine übernimmt die große, gleichförmige Fläche, damit für den anspruchsvollen Rest Zeit bleibt.
Ein Reinigungsroboter ersetzt keine Kolonne. Er verschiebt, wofür die Kolonne ihre Stunden verwendet.
Was kostet das im Handel?
Die Antwort hängt an drei Größen: gereinigte Fläche pro Nacht, Anzahl der Durchgänge pro Woche und der Frage, ob gekauft, gemietet oder geleast wird. Statt einer Hausnummer, die im Einzelfall ohnehin nicht stimmt, rechnen Sie es selbst durch:
Für Filialisten ist außerdem die Frage relevant, ob ein Gerät zwischen mehreren Standorten rotiert oder jede Filiale ein eigenes bekommt. Beides ist möglich – die Entscheidung fällt in der Regel an der Fahrzeit zwischen den Standorten, nicht am Gerätepreis.
Fragen, die uns Einzelhändler zuerst stellen
Darf der Roboter fahren, während Kunden im Laden sind?
Technisch ja – die Geräte erkennen Personen und weichen aus. Praktisch wird die Hauptfläche trotzdem meist außerhalb der Öffnungszeit gereinigt, weil nasser Boden vor Kunden niemand haben will. Tagsüber sinnvoll sind gezielte Einsätze auf abgegrenzten Bereichen.
Wir stellen die Fläche alle paar Wochen um. Muss dann jemand kommen?
Nein. Das Anpassen der Karte und der Routen gehört zur Einweisung und wird von Ihrem eigenen Personal erledigt. Nur bei größeren baulichen Änderungen lohnt eine neue Grundkartierung.
Ab welcher Fläche lohnt sich das im Möbelhaus?
Entscheidend ist nicht die Gesamtfläche des Hauses, sondern der Anteil, der tatsächlich zusammenhängender Hartboden ist. Ein Haus mit 10.000 m², von denen 3.000 m² auf Kojen und Teppich entfallen, rechnet sich anders als eines mit 6.000 m² durchgehendem Fliesenboden. Deshalb schauen wir immer zuerst auf den Grundriss.
Was passiert mit dem Schmutzwasser?
Der BG1 führt 75 Liter Frischwasser und 60 Liter Schmutzwasser mit. Entleert und befüllt wird an einem festen Punkt – entweder von Hand oder über eine Station, die das Gerät selbst anfährt. Wo dieser Punkt liegt, ist eine der wichtigeren Planungsfragen.
Brauchen wir dafür zusätzliches Personal?
Umgekehrt: Sie brauchen jemanden, der das Gerät startet, den Behälter leert und einmal am Tag draufschaut. Das sind Minuten, keine Stelle. Wer niemanden dafür benennt, sollte es lassen – ein Roboter ohne Zuständigen steht nach vier Wochen still.
Können wir das erst testen?
Ja. Wir führen das Gerät auf Ihrer eigenen Fläche vor, und es gibt die Möglichkeit, zunächst zu mieten statt zu kaufen. Gerade bei mehreren Filialen ist das der übliche Weg.
Schicken Sie uns Ihren Grundriss
Wir sagen Ihnen, welcher Anteil Ihrer Fläche maschinell läuft, welches Gerät dafür passt und was es kostet. Kostenlos und ohne dass gleich ein Termin daraus wird.
Innobotics · Ansbacher Str. 2A, 90513 Zirndorf · Tel. 0911 47904156 · info@innobotics.de
Passend dazu
Service- und Empfangsroboter im Einzelhandel ·
Kehrroboter für Parkplatz und Außenflächen ·
Scheuersaugroboter im Überblick ·
Transportroboter im Lager ·
Für Gebäudereiniger und Dienstleister


