Ein Servierroboter soll dem Team Wege abnehmen. Welcher das am besten kann, hängt weniger vom Prospekt ab als vom eigenen Betrieb: Wie breit sind die Gänge? Wird vor allem serviert oder abgeräumt? Muss der Roboter Aufzug fahren? In diesem Vergleich stellen wir die vier Pudu-Modelle BellaBot, KettyBot, HolaBot und FlashBot nebeneinander und zeigen, für welche Aufgaben sie gebaut sind.
Servierroboter im Vergleich: die vier Pudu-Modelle auf einen Blick
Alle vier Roboter kartieren die Räume einmal, fahren danach selbstständig und weichen Personen und Hindernissen aus. Sie unterscheiden sich vor allem darin, was sie tragen, wie viel Platz sie brauchen und wo sie hinfahren. Die Werte stammen aus den Herstellerangaben von Pudu Robotics (Stand 2026).
| Modell | Hauptaufgabe | Zuladung | Laufzeit / Ladezeit | Durchfahrt |
|---|---|---|---|---|
| BellaBot | Servieren und Abräumen | 4 Tabletts, je 10 kg, zusammen 40 kg | bis 13 h ohne Last / 4,5 h | Breite 53,7 cm, empfohlen rund 70 cm Gang |
| KettyBot Pro | Servieren, Empfang, Werbung | 2 Tabletts je 10 kg plus Ablagebox | 9 h / 3,5 h | ab 52 cm |
| HolaBot | Abräumen und Rücktransporte | 60 kg, 4 Ebenen je 15 kg, 120-l-Fach | bis 16 h / 4,5 h | Breite 53,4 cm |
| FlashBot | Verschlossene Lieferung, auch per Aufzug | 2 bis 4 Fächer, 10 kg pro Ebene | 9 h / 4 h | ab 60 cm |
Schon die Tabelle zeigt: Es gibt nicht den einen besten Servierroboter. Es gibt den Roboter, der zur Aufgabe passt.
BellaBot: der Allrounder für Restaurant, Hotel und Kantine
Der Pudu BellaBot ist der bekannteste Servierroboter von Pudu, erkennbar am Katzengesicht auf dem Display. Er trägt auf vier abnehmbaren Tabletts bis zu 40 kg und fährt laut Hersteller bis zu 13 Stunden ohne Last. Ein Schnellwechsel-Akku erlaubt den Betrieb über mehrere Schichten.
Seine Stärke ist die Kapazität. In einer Runde bringt er Bestellungen an mehrere Tische oder fährt benutztes Geschirr zur Spüle. Gerufen wird er über die PUDU Link App, einen Rufknopf am Tisch oder eine 4G-Uhr. Drei RGBD-Kameras und LiDAR erkennen Hindernisse, die Reaktionszeit gibt Pudu mit rund 0,5 Sekunden an.
Die neuere Variante BellaBot Pro trägt ebenfalls 40 kg auf vier Tabletts. Dazu kommen ein 18,5-Zoll-Werbedisplay, Tablett-Beleuchtung und eine Warnprojektion auf dem Boden an Kreuzungen. Die Laufzeit gibt Pudu hier mit 11 Stunden ohne Last an, die Durchfahrt mit ab 65 cm.
Passt gut für: größere Restaurants, Frühstücksbuffets und Bankette im Hotel, Betriebsrestaurants und die Essensausgabe in Speiseräumen von Pflegeeinrichtungen.
KettyBot: kompakt, mit großem Werbebildschirm
Der Pudu KettyBot ist der kleinere Servierroboter im Sortiment. Er ist 45 cm breit, wiegt 38 kg und kommt laut Hersteller schon ab 52 cm Durchfahrtsbreite zurecht. Damit passt er in Cafés, kleine Restaurants und Läden, in denen ein großer Roboter zwischen den Tischen hängen bleiben würde.
Er trägt zwei Tabletts mit je 10 kg plus eine Ablagebox. Das ist weniger als beim BellaBot, reicht aber für viele Bestellrunden. Sein eigentliches Merkmal ist das 18,5-Zoll-Display: Tagesangebote, Aktionen oder ein Markenvideo laufen darauf, auch im Rundfahrmodus mit Snacks und Getränken. Am Eingang kann er Gäste begrüßen und zum freien Tisch führen.
Passt gut für: Cafés, kleinere Restaurants, Systemgastronomie und Verkaufsflächen, in denen Service und Werbung zusammenkommen sollen.
HolaBot: der Abräumroboter
Viele Laufwege im Service entstehen nicht beim Servieren, sondern beim Abräumen. Dafür ist der Pudu HolaBot gebaut. Statt offener Tabletts hat er ein abnehmbares, abwaschbares Fach mit 120 Litern Volumen und vier Ebenen. Insgesamt trägt er 60 kg, laut Hersteller passen etwa 120 kleine Teller, 39 große Teller und 33 Schüsseln auf einmal hinein.
Mitarbeitende rufen ihn per Smartwatch, über eine NFC-Marke am Tisch oder per Sprachbefehl. Auf den Zuruf „Hola“ folgt er der Stimme. Die Arbeitszeit gibt Pudu mit bis zu 16 Stunden an, der Akku ist wechselbar. Außerhalb der Gastronomie fährt der HolaBot auch Wäsche, Material und Rücktransporte in Kliniken, Hotels und Büros.
Passt gut für: Betriebe mit viel Geschirr und langen Wegen zur Spüle, etwa Buffetrestaurants, Kantinen und Hotels, sowie interne Rücktransporte.
FlashBot: Lieferroboter für mehrere Etagen
Der Pudu FlashBot ist kein Servierroboter im klassischen Sinn, sondern ein Lieferroboter. Er bringt Room Service, Handtücher, Pakete, Dokumente oder Proben in verschlossenen Fächern bis vor die Tür. Öffnen kann nur der Empfänger, per Code, Telefonnummer oder NFC.
Der Unterschied zu den anderen drei: Der FlashBot fährt laut Hersteller selbst Aufzug. Die Anbindung läuft über die Cloud und eigene Steuerungshardware ohne Umbau am Aufzug, Pudu nennt unter anderem Kompatibilität mit KONE und OTIS. Ob das bei Ihrer Anlage klappt, prüfen wir vorab. Die Fächer lassen sich modular in zwei bis vier Ebenen mit je 10 kg aufteilen, die Laufzeit liegt bei 9 Stunden.
Passt gut für: Hotels mit mehreren Etagen, Kliniken und Pflegeeinrichtungen mit Transporten zwischen Stationen, Bürogebäude und Wohnanlagen mit zentralem Empfang.
Welcher Servierroboter passt zu welchem Betrieb?
Die Auswahl lässt sich meist über vier Fragen eingrenzen:
- Was kostet Ihr Team die meisten Wege? Liegt der Engpass beim Servieren, kommen BellaBot oder KettyBot in Frage. Liegt er beim Abräumen, ist der HolaBot die naheliegende Wahl. Viele Betriebe kombinieren einen Servier- und einen Abräumroboter.
- Wie breit sind die Gänge? Wo zwischen den Tischen nur gut 50 cm frei bleiben, hat der KettyBot Vorteile. Für den BellaBot empfehlen wir freie Gänge von rund 70 cm.
- Bleibt der Roboter auf einer Ebene? Servier- und Abräumroboter arbeiten auf einer Etage. Sobald Lieferungen über mehrere Stockwerke gehen, führt der Weg zum FlashBot oder, bei schweren Lasten, zu den Transportrobotern Pudu T300 und T600.
- Soll der Roboter auch werben oder empfangen? Dann spricht viel für den KettyBot oder den BellaBot Pro mit großem Zusatzdisplay.
Einen Überblick über alle Robotertypen, inklusive der Modelle InnoServe, InnoSafe und InnoGreet, finden Sie auf unserer Seite Serviceroboter. Das komplette Pudu-Sortiment zeigt die Seite Pudu Roboter.
Was vor der Entscheidung geprüft werden sollte
Ein Datenblatt sagt wenig darüber, wie ein Roboter in einem bestimmten Gastraum zurechtkommt. Vor dem Kauf lohnt sich deshalb ein Blick auf die Räume:
- Boden und Schwellen: Die Roboter brauchen einen ebenen Boden. Kleine Schwellen sind kein Problem, KettyBot und HolaBot etwa überfahren laut Hersteller 5 mm.
- Stoßzeiten: Wie voll ist es mittags oder abends, und wo stehen Gäste und Kinderwagen im Weg?
- Ladeplatz: Wo steht die Ladestation, und reicht eine Akkuladung für die Öffnungszeiten, oder braucht es einen Wechselakku?
- Abläufe: Wer belädt den Roboter am Pass, wer nimmt am Tisch ab, und wie wird er gerufen?
- Aufzüge und Türen: Beim FlashBot muss die Aufzuganlage vorab geprüft werden.
Genau diese Punkte klären wir bei einer Vorführung in Ihrem Betrieb. Einen Testeinsatz planen wir individuell mit Ihnen.
Was kostet ein Servierroboter?
Den Preis bestimmen Modell, Ausstattung, Stückzahl und Zubehör wie Rufknöpfe, Ladestation oder Aufzuganbindung. Sie erhalten nach einem kurzen Gespräch über Räume und Abläufe ein Angebot in Euro mit allen Positionen. Die Inbetriebnahme mit Kartierung, Einrichtung und Einweisung bieten wir optional für 990 € netto an, inklusive etwa einer Stunde Anfahrt ab Zirndorf. Neben dem Kauf sind Leasing und Mietkauf möglich, eine Miete klären wir im Einzelfall. Wie Mietmodelle am Markt aussehen, beschreibt unser Ratgeber Kellnerroboter mieten.
Ob sich ein Servierroboter rechnet, hängt von Laufwegen, Öffnungszeiten und Personalsituation ab. Pauschale Amortisationszeiten nennen wir deshalb nicht, sondern rechnen auf Wunsch mit Ihren eigenen Zahlen.
Häufige Fragen zum Servierroboter-Vergleich
Ersetzt ein Servierroboter Servicepersonal?
Nein. Er übernimmt das Tragen und Laufen. Beratung, Bestellung, Kasse und der Kontakt zu den Gästen bleiben beim Team.
Kann ein Roboter servieren und abräumen?
Ja. BellaBot und KettyBot können beides. Für große Mengen Geschirr ist der HolaBot mit seinem geschlossenen 120-l-Fach besser geeignet.
Welcher Servierroboter passt in enge Räume?
Der KettyBot kommt laut Hersteller ab 52 cm Durchfahrtsbreite aus und ist damit das kompakteste der vier Modelle.
Welcher Roboter fährt Aufzug?
Von den vier hier verglichenen Modellen der FlashBot. Er ist für verschlossene Lieferungen über mehrere Etagen gebaut.
Verkaufen Sie auch an Privatkunden?
Nein. Unser Angebot richtet sich an Restaurants, Hotels, Kliniken, Pflegeeinrichtungen und andere Unternehmen sowie öffentliche Einrichtungen.
Fazit: Erst die Aufgabe, dann das Modell
Der BellaBot ist der Allrounder mit der größten Tablettkapazität, der KettyBot die kompakte Lösung mit Werbedisplay, der HolaBot der Spezialist fürs Abräumen und der FlashBot der Lieferroboter für mehrere Etagen. Wer zuerst klärt, wo im Betrieb die meisten Wege anfallen, findet schnell das passende Modell.
Sie möchten einen Servierroboter in Ihren eigenen Räumen sehen? Rufen Sie uns an unter 0911 47904156 oder schreiben Sie uns. Wir beraten Sie zu Modell, Zubehör und Beschaffung und planen eine Vorführung oder einen Testeinsatz individuell mit Ihnen.
Alle Preise netto zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer. Unser Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmen, Gewerbetreibende, Freiberufler und öffentliche Einrichtungen – kein Verkauf an Verbraucher. Technische Angaben laut Hersteller Pudu Robotics, Stand 2026.

