Ein Profi-Mähroboter für Sportplatz, Golfanlage oder Firmengelände ist keine Anschaffung, die man nebenbei aus dem Katalog bestellt. Zwischen dem ersten Datenblatt und dem ersten Mähtag liegen Fragen, die im Prospekt nicht stehen: Wie wird die Fläche erfasst? Wo steht die Ladestation? Wer kümmert sich, wenn der Roboter mitten in der Woche stehen bleibt? Und was kostet das Ganze wirklich – inklusive Zubehör und Einrichtung?
Dieser Ratgeber sammelt die zehn Fragen, die wir mit Vereinen, Kommunen, Golfanlagen und Gewerbebetrieben vor dem Kauf durchgehen. Er ersetzt keine Beratung vor Ort, aber er sorgt dafür, dass Sie mit den richtigen Zahlen ins Gespräch gehen. Welche Modelle es konkret gibt, steht auf unseren Seiten Mähroboter für Sportplätze, Mähroboter für den Golfplatz und Mähroboter für große Flächen.
Profi-Mähroboter oder Garten-Mähroboter: der Unterschied
Mähroboter für den Hausgarten sind für überschaubare Flächen gebaut; viele von ihnen arbeiten bis heute mit einem verlegten Begrenzungsdraht. Auf einem Fußballplatz, einem Fairway oder einer großen Rasenfläche am Firmengelände stößt dieses Prinzip schnell an Grenzen.
Profi-Mähroboter wie der FJD Titan oder der FJD RM21 arbeiten anders: Die Fläche wird einmal digital erfasst, danach mäht der Roboter nach dem in der App festgelegten Muster innerhalb virtueller Grenzen. Er navigiert per RTK-GPS, kombiniert mit LiDAR (beim Titan zusätzlich mit Kamera), und kommt so auch im Schatten von Bäumen, Tribünen oder Gebäuden zurecht. Ein Begrenzungskabel im Boden ist nicht nötig.
Frage 1: Welche Flächen sollen gemäht werden?
Am Anfang steht eine ehrliche Bestandsaufnahme. Notieren Sie für jede Fläche:
- Größe und Zuschnitt: ein zusammenhängendes Spielfeld, mehrere Plätze einer Anlage oder viele einzelne Rasenstücke rund um Gebäude?
- Verbindungswege: Kann der Roboter von Fläche zu Fläche fahren, oder liegen Straßen, Treppen oder Kies dazwischen?
- Nutzung: Wann wird trainiert, gespielt, gearbeitet? In welchen Zeitfenstern ist die Fläche frei?
Ein Fußball-Großfeld hat rund 7.000 bis 8.000 m² Spielfläche. Laut Hersteller schafft der Titan bis zu 18.000 m² pro Akkuladung, der RM21 bis zu 12.000 m². Das sind theoretische Werte. Wie viel tatsächlich in Ihr Zeitfenster passt, hängt von Gelände, Grasart, Schnitthöhe und Neigung ab und gehört in die Planung.
Frage 2: Wie steil und wie uneben ist das Gelände?
Ein ebener Sportplatz ist unkompliziert. Böschungen, Hügel auf dem Golfplatz oder Wälle am Firmengelände dagegen nicht. Laut Hersteller bewältigt der Titan bis 25° Steigung, der RM21 bis 20° (empfohlen 15°), jeweils abhängig von Untergrund und Nässe. Flächen an der Grenze dieser Werte sollten Sie vorab gemeinsam mit uns ansehen, statt sich auf das Datenblatt zu verlassen.
Frage 3: Welche Schnitthöhe und welches Schnittbild brauchen Sie?
Ein Spielfeld, ein Rough und eine Repräsentationsfläche vor dem Bürogebäude haben unterschiedliche Ansprüche. Die Eckdaten der beiden FJD-Modelle, die wir mit Preis anbieten:
- FJD Titan: 730 mm Schnittbreite, Schnitthöhe 10–100 mm, per App einstellbar.
- FJD RM21: 635 mm Schnittbreite, Schnitthöhe 20–127 mm – damit auch für höheres Gras wie im Rough geeignet.
Für Fairways mit Streifenbild im Spindelschnitt gibt es den FJD RCM01, für kompakte und hängige Flächen den FJD FRX; beide bieten wir auf Anfrage an. Was ein Roboter nicht übernimmt: Grüns mit sehr niedrigen Schnitthöhen, Bunker und frisch angesäte Flächen. Mehr dazu im Abschnitt „Was der Roboter nicht übernimmt“ auf der Seite Mähroboter für den Golfplatz.
Frage 4: Soll der Roboter nur mähen – oder mehr?
Hier unterscheiden sich die Modelle am deutlichsten. Der Titan ist ein Mähroboter, der mit dem optionalen Linienmarkierungs-Kit LM01 auch das Spielfeld markiert. Der RM21 ist eine Plattform mit Wechsel-Kits:
- Linienmarkierung LM01
- Grasfangkorb GC01, auch zur Reinigung von Kunstrasen
- Ballsammler BP01 oder BP02 (mit automatischer Entleerung) für die Driving Range
- Taubürste DB01 für die Morgenpflege
Wer Mähen und Linieren ohnehin zusammen denkt, findet die Hintergründe unter Sportplatzpflege-Roboter. Ist das Mähen dagegen bereits gut gelöst und es geht nur um die Linien, ist ein reiner Linienmarkierroboter oft der direktere Weg.
Frage 5: Wo stehen Ladestation und Basisstation?
Der Roboter fährt zum Laden selbstständig zur Station und setzt die Arbeit danach fort. Dafür braucht die Station einen festen Platz mit Stromanschluss, gut erreichbar von den Mähflächen. Beim Titan gehören automatische Ladestation, 2-kWh-Wechselakku und Basisstation zum Komplettpaket. Klären Sie vorab, wer den Stellplatz freigibt – bei Kommunen und Vereinen ist das nicht immer dieselbe Stelle, die den Roboter bestellt.
Frage 6: Wer bedient den Roboter im Alltag?
Ein Mähroboter arbeitet unbeaufsichtigt, aber nicht ohne Verantwortliche. Jemand legt Zeitpläne und Schnitthöhen in der App fest, sperrt Zonen bei Veranstaltungen, wechselt bei Bedarf den Akku und übernimmt die laufende Pflege nach Herstellervorgabe. Benennen Sie dafür eine feste Person und eine Vertretung, beim Verein etwa den Platzwart, im Betrieb den Haustechniker oder den Grünflächendienstleister.
Frage 7: Wie sicher ist der Betrieb, wenn Menschen auf der Fläche sind?
Die FJD-Roboter erkennen per Sensorik Personen, Bälle und Hindernisse und weichen aus oder halten an; der RM21 hat zusätzlich 360°-LiDAR und Stoßleisten vorn und hinten. Trotzdem ist es gute Praxis, das Mähen außerhalb von Trainings-, Spiel- oder Publikumszeiten einzuplanen. Auf Gewerbeflächen gilt dasselbe für Zeiten mit viel Fußgänger- oder Lieferverkehr. Die Roboter arbeiten elektrisch und leise, deshalb sind frühe Morgen- oder Abendstunden oft gut möglich.
Frage 8: Was kostet ein Profi-Mähroboter?
Die Preise für die beiden Modelle, die wir mit festem Preis anbieten (UVP, netto):
- FJD Titan: 21.999 € als Komplettpaket inklusive Ladestation, Wechselakku und Basisstation. Linienmarkierungs-Kit LM01: 5.999 €.
- FJD RM21: 26.999 € für das Grundgerät. Kits: LM01 5.999 €, GC01 6.999 €, BP01 5.999 €, BP02 8.999 €, DB01 1.499 €.
- FJD RCM01 und FJD FRX: Preis auf Anfrage.
Lieferung, Einrichtung und Einweisung bieten wir optional als Pauschale für 495 € netto an. Darin ist etwa eine Stunde Anfahrt ab Zirndorf enthalten, weitere Fahrzeit und Kilometer rechnen wir nach Aufwand ab.
Ob sich die Anschaffung rechnet, lässt sich nicht pauschal sagen. Entscheidend ist, wie viele Stunden heute für das Mähen anfallen – durch Ehrenamt, eigenes Personal oder einen Dienstleister – und wie viele Flächen ein Gerät abdecken kann. Diese Rechnung machen wir gern gemeinsam mit Ihren Zahlen. Eine erste Orientierung zu Modell und Preis gibt unser Konfigurator für Mähroboter und Linienmarkierer.
Frage 9: Kaufen, finanzieren oder mieten?
Nicht jeder Verein und nicht jede Kommune will die Anschaffung auf einmal aus dem Haushalt zahlen. Für die FJD-Mähroboter sind Leasing und Mietkauf möglich; eine Miete klären wir im Einzelfall. Für Vereine lohnt außerdem ein Blick auf kommunale Vereinsförderung oder eine gemeinsame Anschaffung mit Nachbarvereinen. Was beim Thema Förderung realistisch ist, steht auf der Seite Mähroboter für Sportplätze. Wichtig: Förderanträge immer vor der Bestellung stellen.
Frage 10: Wie läuft die Einführung ab?
Die Einführung folgt bei uns drei Schritten:
- Beratung und Testeinsatz: Wir besprechen Flächen, Zeitfenster und Ziele. Bei Bedarf planen wir individuell einen Testeinsatz auf Ihrer Anlage.
- Einrichten und Kartieren: Wir erfassen die Flächen, legen Zonen und Sperrbereiche an und richten Zeitpläne und Schnitthöhen ein.
- Einweisen und loslegen: Ihr Team lernt App, Akkuwechsel und Pflege. Danach arbeitet der Roboter nach Plan, und wir bleiben Ihr Ansprechpartner.
Checkliste: Diese Angaben sollten Sie vor dem Gespräch parat haben
- Anzahl, Größe und Lage der Flächen (Luftbild oder Lageplan reicht)
- Steilste Stelle und besondere Hindernisse
- Gewünschte Schnitthöhe und Mähintervall
- Freie Zeitfenster pro Woche
- Möglicher Standort für Lade- und Basisstation mit Stromanschluss
- Zusatzaufgaben: Linien, Grasfang, Bälle, Tau
- Heutiger Aufwand fürs Mähen in Stunden oder Kosten
- Gewünschte Beschaffungsform: Kauf, Leasing, Mietkauf
Häufige Fragen
Braucht ein Profi-Mähroboter ein Begrenzungskabel?
Nein. Titan und RM21 arbeiten mit virtuellen Grenzen per RTK-GPS und LiDAR. Grenzen lassen sich jederzeit in der App ändern.
Mäht der Roboter auch Kunstrasen?
Gemäht wird Naturrasen. Für Kunstrasen kann der RM21 mit dem Grasfangkorb GC01 Schmutz und Laub aufnehmen.
Ersetzt der Roboter den Platzwart oder Greenkeeper?
Nein. Er übernimmt die wiederkehrende Flächenarbeit. Das Team gewinnt Zeit für Aufgaben, die Erfahrung brauchen – von der Bewässerung bis zur Platzqualität.
Verkaufen Sie auch an Privatkunden?
Nein. Unser Angebot richtet sich an Vereine, Kommunen, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen.
Fazit: Erst die Fläche verstehen, dann das Modell wählen
Ein Profi-Mähroboter lohnt sich dort, wo regelmäßig große Rasenflächen nach Plan gemäht werden und das Personal dafür knapp ist. Welches Modell passt, entscheidet sich an Fläche, Gelände, Schnitthöhe und den Zusatzaufgaben – nicht am Datenblatt allein. Wer die zehn Fragen oben beantwortet hat, bekommt im Gespräch schnell ein belastbares Angebot.
Sie möchten Ihre Flächen prüfen lassen? Rufen Sie uns an unter 0911 47904156 oder schreiben Sie uns. Wir beraten Sie zu Modell, Zubehör und Beschaffung und planen auf Wunsch einen Testeinsatz individuell mit Ihnen.
Alle Preise netto zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer. Unser Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmen, Gewerbetreibende, Freiberufler und öffentliche Einrichtungen – kein Verkauf an Verbraucher. Technische Angaben laut Hersteller FJDynamics.

